Möglich war das aber nur, weil besagter AH Christen in hochherziger Weise zugesichert hatte, daß er für den restlichen Kaufpreis aufkommen werde. Seinen großmütigen Spenden verdankt der Bund somit das Verbindungshaus.
Zur Erleichterung der Finanzierung und Verwaltung des Hauses wurde am 29. Juni 1955 der "Verein Studentenwohnheim Feldbrunnenstraße 21 e.V." gegründet, auf den das Haus Anfang 1956 im Grundbuch eingetragen wurde.
Das Haus eignete sich bereits damals recht gut als Korporationshaus. Außerordentlich günstig war die zentrale Lage des Hauses in unmittelbarer Nähe des Dammtorbahnhofes und der Universität mit dem dort entstehenden neuen Universitätsviertel. Zu Beginn des Wintersemesters 1955/56 standen jedoch erst 4 Räume zur Verfügung. Alle anderen Zimmer waren noch mit 5 fremden Mietparteien belegt. Erst zum Wintersemester 1957 war endlich das gesamte Haus frei, so daß mit dem Um- und Ausbau begonnen werden konnte. Nach Fertigstellung der Gesellschaftsräume, die schalldicht isoliert werden mußten, konnte endlich zu Beginn des Sommersemesters 1958 Hauseinweihung gefeiert werden.
Heute verfügt das Haus im Erdgeschoß über zwei große zusammenhängende Repräsentationsräume für Veranstaltungen und Convente, ein elegant eingerichtetes Altherrenzimmer und die „Bierküche“. Im ersten und zweiten Stock sind außer 7 Zimmern für die Aktiven der Paukboden und die Aktivenküche.
Das Souterrain wurde ursprünglich als Faxenwohnung genutzt, die Beschäftigung eines Hausmeisterehepaars wurde aber Ende der 80er Jahre aufgegeben. So beherbergt das Kellergeschoß heute eine zweite Küche, einen Gästeraum, einen weiteren Toiletten- und Duschraum, Werkstatt und Waschküche, das Altherrenarchiv und das Aktivenbüro.
Das Haus wird als Wohnheim für Studenten durch den Wohnheimbetreuungsverein Feldbrunnenstraße 21 e.V. betrieben.