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Bundesbruder Christen

Ein Wunsch wird wahr

 

Von Anbeginn seines Wirkens beschäftigte sich der neue Alte-Herren-Verband der fusionierten Hammonia – Marko Natangia in erster Linie mit der Frage der Hausbeschaffung. Es verging kaum eine Vorstandssitzung oder ein Convent, und es wurde kaum ein Rundschreiben versandt, ohne daß nicht die Hausfrage zur Diskussion stand. Viele Vorschläge und viele Ansätze zur Ansammlung eines kleinen Vermögens wurden gemacht; aber so recht voran kam die Sache nicht.

Auf dem Alte-Herren-Convent am 19. Februar 1955 wurde eine Hauskommission gebildet und diese auf dem Convent am 18. Mai 1955 bevollmächtigt, ein geeignetes Haus im Werte von DM 50.000,-- bis DM 60.000,-- zu kaufen, obwohl an Spenden erst ca. DM 10.000,-- vorhanden waren, davon DM 7.500,-- allein von einem gönnerhaften Alten Herrn, dem AH Christen.

Der Erwerb eines geeigneten Objektes gelang dann sehr schnell. Unserem leider verstorbenen AH Rönnau wurde Mitte Juni 1955 von einem Freund ein Haus Feldbrunnenstraße 21 zum günstigen Preise von DM 50.000,- angeboten und für einige Tage fest an Hand gegeben.

Seinen weiteren eifrigen Bemühungen ist es zu verdanken, daß diese einmalige Chance ergriffen und das Haus trotz Abratens der meisten damals befragten Bundesbrüder, die aus Anlaß eines sommerlichen Tanzabends zusammengekommen waren, ohne weiteren Conventsbeschluß gekauft wurde.

 

Eingang zum Haus

Möglich war das aber nur, weil besagter AH Christen in hochherziger Weise zugesichert hatte, daß er für den restlichen Kaufpreis aufkommen werde. Seinen großmütigen Spenden verdankt der Bund somit das Verbindungshaus.

Zur Erleichterung der Finanzierung und Verwaltung des Hauses wurde am 29. Juni 1955 der "Verein Studentenwohnheim Feldbrunnenstraße 21 e.V." gegründet, auf den das Haus Anfang 1956 im Grundbuch eingetragen wurde.

Das Haus eignete sich bereits damals recht gut als Korporationshaus. Außerordentlich günstig war die zentrale Lage des Hauses in unmittelbarer Nähe des Dammtorbahnhofes und der Universität mit dem dort entstehenden neuen Universitätsviertel. Zu Beginn des Wintersemesters 1955/56 standen jedoch erst 4 Räume zur Verfügung. Alle anderen Zimmer waren noch mit 5 fremden Mietparteien belegt. Erst zum Wintersemester 1957 war endlich das gesamte Haus frei, so daß mit dem Um- und Ausbau begonnen werden konnte. Nach Fertigstellung der Gesellschaftsräume, die schalldicht isoliert werden mußten, konnte endlich zu Beginn des Sommersemesters 1958 Hauseinweihung gefeiert werden.

Heute verfügt das Haus im Erdgeschoß über zwei große zusammenhängende Repräsentationsräume für Veranstaltungen und Convente, ein elegant eingerichtetes Altherrenzimmer und die „Bierküche“. Im ersten und zweiten Stock sind außer 7 Zimmern für die Aktiven der Paukboden und die Aktivenküche.

Das Souterrain wurde ursprünglich als Faxenwohnung genutzt, die Beschäftigung eines Hausmeisterehepaars wurde aber Ende der 80er Jahre aufgegeben. So beherbergt das Kellergeschoß heute eine zweite Küche, einen Gästeraum, einen weiteren Toiletten- und Duschraum, Werkstatt und Waschküche, das Altherrenarchiv und das Aktivenbüro.

Das Haus wird als Wohnheim für Studenten durch den Wohnheimbetreuungsverein Feldbrunnenstraße 21 e.V. betrieben.

 


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